Landausflüge in Danzig

Landausflüge in Danzig

Artushof

Landausflüge in Danzig sind ein Highlight jeder Ostsee Kreuzfahrt. Danzig ist mit den Städten Gdynia (hier befindet sich der Hafen) und dem Seebad Sopot zu einem Ballungsraum (Dreistadt) zusammengewachsen. Sopot mit seiner bekannten Seebäderbrücke ist die Sommerhauptstadt Polens. Gdynia, dass ehemalige Gdingen bzw. Gotenhafen wurde als “polnisches Tor zur Welt” ausgebaut und verfügt heute über einen bedeutenden Hafen.

In Danzig hat die Gewerkschaft Solidarnosk ihren Ursprung und damit der Weg in eine neue Selbstständigkeit letztlich für den gesamten ehemaligen Ostblock. Die wunderbare Altstadt wurde nach dem 2. Weltkrieg nach historischen Plänen liebevoll restauriert. Danzig sieht heute in vielen Bereichen wieder so aus wie im 18. Jahrhundert und lockt jedes Jahr Millionen Besucher aus aller Welt an. Wenn Sie das 1000-jährige Danzig besuchen, werden Sie von einer ungeheuren Fülle der Baudenkmäler beeindruckt sein. Die herrlichen Patrizierhäuser im Stil des Barock, der Renaissance und des Klassizismus stehen einträchtig nebeneinander. Die alte (neue) Pracht und das Flair der Stadt schaffen eine außergewöhnliche Atmosphäre. Hier finden Sie Tipps für Ihre Landausflüge in Danzig.

Hafen und Verkehr

Der große Hafen der Stadt Gdynia kann auch die großen Kreuzfahrtschiffe aufnehmen. Die Schiffe machen entweder am Francuskie Pier (27) oder Pomorskie Pier (39) fest.

Der Hafen im Überblick

Der Hafen im Überblick

An beiden Anlegern gibt es keine modernen Kreuzfahrtterminals. Man befindet sich in einem Industriehafen. Wer auf die Dreistadt auf eigene Faust erkunden möchte, kann die Bahn oder ein Taxi nutzen. Kleine Kreuzfahrtschiffe machen im Hafen von Danzig fest. Hier gibt es in der Nähe der Westerplatte drei Anleger für Kreuzfahrtschiffe.

Taxi

Mein Schiff 5 in Gdynia

Mein Schiff 5 in Gdynia

Am Hafen bieten zahlreiche Taxifahrer Ihre Dienste an. Eine Fahrt mit dem Taxi bis zur Danziger Altstadt kostet ca. 30 bis 40 Euro pro Strecke. Wenn man sich ein wenig vom Schiff entfernt, wird es etwas billiger. Wie immer, sollte man die Preisfrage vor der Abfahrt klären. Wichtig ist auch, ein offizielles Taxi zu wählen. Die Fahrer bieten natürlich bevorzugt mehrstündige Rundfahrten an und fungieren dabei auch als Fremdenführer. Viele sprechen Deutsch oder Englisch und manche haben sogar eine eigene Webseite. Ein Beispiel ist die Firma 3 City Tour (3citytour.com). Eine Rundfahrt mit einem orstkundigen Taxifahrer ist eine gute Möglichkeit, die Sehenswürdigkeiten der Region zu besuchen.

Nahverkehrszug

Der Bahnhof

Der Bahnhof

Eine günstige Alternative sind die blau-gelben Nahverkehrszüge (S-Bahn) der SKM, die Danzig, Gdynia und Sopot verbinden und auch in Oliwa und Gdynia Orlowo halten. Leider ist die Webseite nur in polnischer Sprache verfügbar. An Werktagen fährt spätestens alle sieben Minuten ein Zug. Aufgrund der häufigen Staus, ist der Zug in der Regel auch das schnellere Verkehrsmittel.

Der Bahnhof Gdynia Glowna SKM ist vom Francuskie Pier (Franzosen-Kai) ca. 2,2 Kilometer und vom Pomorskie Pier ca. 1,7 Kilometer entfernt. Ein Taxi für eine Fahrt zum Bahnhof zu bekommen, ist in der Regel schwierig. Beim Francuskie Pier gibt es eine Bushaltestelle (Dworzec Morski – Muzeum Emigracji). Die Busse der Linien Busse 119, 137 und 147 fahren in Richtung Bahnhof. Wegen möglicher Fahrplanänderungen bitte sicherheitshalber fragen. Die 1,7 Kilometer vom Pomorskie Pier kann man am besten laufen.

Blick auf den großen Hafen

Blick auf den großen Hafen

Der Bahnhof wird auch von der polnischen Staatsbahn genutzt. Den Bahnhof für die SKM-Züge (S-Bahn) erkennt man an den blaugelben Logos die SKM Bahn. Der Weg ist gut ausgeschildert. Für die Fahrkarten, die man an Kiosken oder Fahrkartenschaltern kaufen kann, benötigt man Landeswährung. Im Gegensatz zum Hafen gibt es am Bahnhof auch zahlreiche Geldautomaten. Die Fahrt nach Danzig dauert ca. 40 Minuten und kostete zuletzt 6 Zloty (PLN). Das Ticket bitte vor der Abfahrt entwerten. Eine 24-Stunden Gesamtnetzkarte kostet 20 PLN (ca. 4,60 Euro). Vom Bahnhof Gdansk Glowny ist die berühmte Rechtsstadt Danzigs bequem zu Fuß erreichbar.

Hafen Danzig

Hafen in Danzig

Hafen in Danzig

Wenige kleine Kreuzfahrtschiffe können den Hafen von Danzig anlaufen. Es gibt mit dem Westerplatte Kai, Cpt. Ziolkowski Kai und WOC II Kai drei mögliche Anleger für kleine Kreuzfahrtschiffe. An jedem der 3 Anleger werden vom Hafen lizensierte Transportdienstleistungen (Taxi, Bus) zu festgelegten Preisen angeboten.

Landausflüge in Danzig buchen

An Bord können Sie aus zahlreichen organisierten Landausflügen wählen. Beispielhaft haben wir ausgewählte organisierte Landausflüge in Danzig von MSC Kreuzfahrten hinterlegt. Eine große Auswahl an Landausflügen und Stadtführungen lokaler Landausflugsanbieter finden Sie bei Viator oder Kreuzfahrtausflüge.de. Aber natürlich können Sie die Stadt auch auf eigene Faust erkunden. Dazu finden Sie hier weitere Informationen.

Highlights für Ihre Landausflüge in Danzig

Marienkriche

Marienkriche

Die Dreistadt aus Gdynia, Sopot und Danzig hat insgesamt fast 750.000 Einwohner. Das merkt man auch auf den Straßen. Für Kreuzfahrer ist natürlich die berühmte Danziger Rechtsstadt der Anziehungspunkt Nummer 1. Wer Danzig kennt, könnte bei gutem Wetter einen Tag am Strand verbringen. Das Seebad Sopot mit seinem schönen Strand und der langen Seebäderbrücke ist allemal ein lohnendes Ziel. Weitere Landausflüge führen zum Kloster Oliwa, zur Westerplatte, zur Danziger Werft oder zur berühmten Marienburg. Die Hafenstadt Gdynia (Gdingen) hat relativ wenig zu bieten. Die Stadt ist erst in diesem Jahrhundert mit dem Hafen gewachsen. Rund um die Südmole (Molo Południowe) gibt es mehrere Museumsschiffe, ein Aquarium und einige Restaurants.

Danzig

Sadtbummel in Danzig

Sadtbummel in Danzig

Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen in der so genannten Danziger Rechtstadt. Am Langen Markt liegt das Rechtstädtische Rathaus. Das Innere wurde prunkvoll restauriert. Wenn Sie möchten, können Sie den Turm besteigen und sich von oben erstmal einen Überblick verschaffen. Wenn Sie ein kurzes Stück gehen, kommen Sie zum berühmten Artushof. Hier trafen sich früher die mächtigen Kaufleute der Stadt. Vor dem Artushof steht der Neptunbrunnen. Ein schönes Fotomotiv für das Album Ihrer Ostsee Kreuzfahrt.

Gehen Sie weiter durch das Grüne Tor am Ufer der Mottlau. Am Ufer des Flusses befindet sich das berühmte Krantor. Der größte Hafenkran des Mittelalters konnte Lasten von bis zu vier Tonnen bewegen. Angetrieben wurde das technische Wunderwerk durch die Muskelkraft unter anderem von Sträflingen. Wenn Sie Ihren Spaziergang fortsetzen, kommen Sie unweigerlich zur Marienkirche. Am größten Backsteindom der Welt wurde 150 Jahre lang gearbeitet. Nach seiner Fertigstellung fanden 25.000 Menschen in dem Dom ihren Platz. Danzig hatte zur damaligen Zeit insgesamt nur 25.000 Einwohner. Jeder Bürger hatte also einen Platz. Das nächste Ziel auf Ihrem Rundgang könnte das Zeughaus sein. Im Erdgeschoss gibt es heute eine Einkaufspassage. Unterwegs sehen Sie so viele prächtige Kaufmannhäuser, dass es schwerfällt, die Details eines einzelnen Gebäudes überhaupt noch zu würdigen.

Neptunbrunnen

Neptunbrunnen

Wenn es Ihre Zeitplanung erlaubt, sollten Sie die Rechtstadt verlassen und Ihren Stadtrundgang in der Altstadt fortsetzen. Auch hier gibt es Einiges zu sehen. Die Altstadt ist jünger und war viele Jahre letztlich eine selbständige Stadt. Das nördlich des Altstädtischen Grabens beginnende historische Viertel der Handwerker und kleinen Leute kann weder mit schmucken Patrizierhäusern noch mit prachtvollen Repräsentativbauten aufwarten. Allerdings locken das alte Rathaus und die 1350 von Ordensrittern errichtete Große Mühle, die heute ein schickes Einkaufszentrum beherbergt, zahlreiche Besucher an.

Brigittenkirche

Brigittenkirche

Die Brigittenkirche von 1396 hat für die jüngere Geschichte eine besondere Bedeutung. Zu den Mitgliedern dieser Pfarrgemeinde zählten die Werftarbeiter um Lech Walesa, die 1980 aus Protest gegen das kommunistische Regime in Polen die Gewerkschaft Solidarnosc gründeten und so entscheidend zum Fall des Eisernen Vorhangs 1989 beitrugen. Die berühmte Werft selbst liegt nordwestlich der Altstadt und wird von historisch Interessierten häufig besucht.

Nordöstlich des Stadtzentrums liegt die lang gestreckte Ostsee-Halbinsel Westerplatte, an der mit Angriffen des deutschen Panzerkreuzers “Schleswig-Holstein” auf das dort stationierte polnische Militär am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg begann. Es gibt hier heute ein furchterregendes Denkmal.

Oliwa

Krantor

Krantor Danzig

Der Stadtteil Oliwa liegt zwischen dem Stadtzentrum Danzigs und Sopot. Der Nahverkehrszug SKM hält hier am Bahnhof Gdansk Oliwa SKM. Im Mittelalter haben Mönche des Zisterzienserordens hier ein Kloster Ufer des Flusses Oliwa errichtet. Das heutige Oliwa ist einer der bevorzugten Wohngegenden Danzigs und ibekannt für seinen Dom und seine riesige Orgel. Es gibt auch einen wunderbaren Park. Wenn Sie mit Kindern reisen, ist der Besuch des Danziger Zoos in Oliwa vielleicht eine Option. Er ist einer der größten Zoos Polens und befindet sich teilweise in einem Waldgebiet. Die Anlagen wirken sehr modern und Tiere scheinen viel Platz zu haben.

Sopot

Sofitel Grand Sopot

Sofitel Grand Sopot

Wenn das Wetter gut ist, haben Sie vielleicht Lust auf einen Tag am Strand. Fahren Sie nach Sopot, dem mondänen Seebad der zwanziger und dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts. Die bekannte Seebrücke ist über 500 Meter lang! In Sopot gibt es einen sehr gepflegten Strand und auch eine schöne Fußgängerzone mit vielen kleinen Geschäften und schönen Restaurants und Cafes. Viele Gebäude und Kureinrichtungen entstande Ende des 19. Jahrhunderts. Sopot liegt ziemich genau zwischen Gdynia und dem Stadtzentrum von Danzig. Vom Hafen sind es ca. 9 Kilometer bis hierher.

Marienburg

Siebzig Kilometer von Danzig entfernt, an der Grenze zu Masuren, befindet sich die gewaltige Ordensburg des Deutschen Ordens. Diese gehört zum Weltkulturerbe der Unesco und wurde ab 1274 aus Backsteinen erbaut. Die Anlage wurde nach dem 2. Weltkrieg liebevoll restauriert und ist ein lohnendes Ausflugsziel.

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