Landausflüge in Klaipeda

Landausflüge in Klaipeda

Terminal im Zentrum

Klaipeda, am Eingang zum Kurischen Haff, ist Litauens drittgrößte Stadt und einziger großer Seehafen. Dieser ist der nördlichste eisfreie Hafen an der Ostseeküste. Neben zahlreichen Fährverbindungen ist der Hafen auch für die Verschiffung russischen Erdöls von Bedeutung. Und in den Sommermonaten natürlich für Ostsee Kreuzfahrten. Seine knapp 180.000 Einwohner sind sowohl in traditionellen Industriezweigen wie Bernsteinförderung und Holzexport tätig, als auch in neueren wie Fischverarbeitung und Tourismus. Das ehemalige Memel hat sich zum kulturellen und wirtschaftlichen Mittelpunkt der Region entwickelt. Über 3.000 Studenten besuchen das Polytechnische Institut, das staatliche Konservatorium und weitere Hochschulen.

Klaipdeda und die Kurische Nehrung

Klaipdeda und die Kurische Nehrung

Vor den Toren der Stadt liegt die Kurische Nehrung. Eine schmale Landzunge aus Sand und Kiefern, die parallel zur Küste verläuft und das Kurische Haff umschließt. Die vielfältige Schönheit von Wäldern, Dünen und See zieht jeden Jahre Tausende von Touristen an. Das Heilbad Palanga, 25 km nördlich von Klaipeda, zählt zwar nur 18.000 Einwohner, beherbergt aber jährlich 400.000 Feriengäste, die um der belebenden Mischung aus frischer Luft und Salzwasser willen anreisen. Das ganze Jahr über sind die jodhaltigen Mineralquellen und Schlammbäder des Kurortes in Betrieb. Das oft auch Litauische Sahara genannte Gebiet bietet allen, die Ruhe und Erholung suchen, Zuflucht. Hier finden Sie Tipps für Ihre Landausflüge in Klaipeda. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite von Klaipedainfo. Eine Auswahl an Landausflügen und Stadtführungen lokaler Landusflugsanbieter finden Sie bei Kreuzfahrtausflüge.de oder bei Viator.

Hafen und Verkehr

Kreuzfahrtschiffe fahren zwischen der Nordspitze der Kurischen Nehrung und dem Festland hindurch wie in eine Flussmündung. Es gibt mittlerweile zwei Kreuzfahrtterminals im Hafen von Klaipeda. Leider sind die beiden Terminals auf der Karte nicht gekennzeichnet. Das erste Kreuzfahrtterminal befindet sich auf der Karte dort, wo im Bereich der „Old Town“ die „Passenger Ferry“ vermerkt ist. Das neue Kreuzfahrtterminal liegt weiter südlich wo auf der Karte „Car Ferry“ steht. Beide Terminals befinden sich auf der Stadtseite. Die Liegeplätze sind nummeriert.

Stadt und Hafen

Stadt und Hafen

Das erste Kreuzfahrtterminal (Anleger 28 bis 33) entstand im Jahre 2003 wenige hundert Meter vom Stadtzentrum entfernt. Dadurch wurde Klaipeda Ziel von Ostsee Kreuzfahrten. Im Terminal gibt es die üblichen Einrichtungen wie Geldautomat, Wechselstube, Internet-Cafe, Souvenir-Stände und etwas Gastronomie. Die Touristeninformation ist mit einem mobilen Stand vertreten. Das zweite Kreuzfahrtterminal (Anleger 80) entstand im Jahre 2014 einige hundert Meter weiter südlich. Im Klaipeda Central Terminal gibt es ebenfalls einen Stand der Touristeninformation. Dazu Geldautomaten, Wechselstube und Souvenirs. Auf der Webseite des Hafens (portofklaipeda.lt) kann man erkennen, welches Kreuzfahrtschiffe wo liegt.

Busse

Die Celebrity Constellation läuft aus

Die Celebrity Constellation verlässt Klaipeda

Die Reedereien der am Klaipeda Central Terminal liegenden Kreuzfahrtschiffe bieten einen Shuttleservice ins 3 Kilometer entfernte Stadtzentrum an.

Öffentliche Busse (klaipedatransport.lt) können an beiden Terminals genutzt werden. Wer die wenigen hundert Meter vom ersten Kreuzfahrtterminal nicht laufen möchte, kann mit einem Bus der Linie 13 in Zentrum fahren. Vom neuen Terminal startet die Linie 9 ebenfalls in Richtung Altstadt. Bitte erkundigen Sie sicherheitshalber bei der Touristeninformation (Fahrplanänderungen). Eine Fahrt kostet weniger als 1 Euro.

Fähren

In der Nähe beider Kreuzfahrtterminals fahren Fähren nach Smiltyne (Sandkrug) auf der Kurischen Nehrung. Der Fahrpreis ist gering (unter 1 Euro). Zwischen Smiltyne und Nida (Nidden) fahren Busse. Es gibt aber auch eine Schnellfähre von Klaipeda nach Nida. Eine Fährreederei (keltas.lt) betreibt alle Fähren.

Highlights für Ihre Landausflüge in Klaipeda

Klaipeda

Fachwerk in Klaipeda

Die meisten Urlauber, die im Rahmen einer Ostsee Kreuzfahrt Landausflüge in Klaipeda unternehmen, besuchen die schöne Altstadt und die gegenüberliegende Kurische Nehrung.

Die Altstadt

Klaipeda ist die älteste Stadt Litauens und verfügt über eine attraktive Altstadt. Stadtrundgänge beginnen meist am hübschen Theaterplatz. Hier entstand 1819 das erste feste Theater. Das heutige Gebäude ist eine Nachbildung des ursprünglichen Theaters, das dem Großbrand von 1854 zum Opfer fiel. Ein Brunnen und das berühmte Standbild des Ännchen von Tharau auf dem Theaterplatz erinnern an den 1605 in Memel geborenen Dichter Simon Dach. Das alte Ännchen (eine Figur aus einem beliebten Volkslied von Dach) überlebte den 2. Weltkrieg nicht, doch konnte dank einer eigens zu diesem Zweck in Deutschland gegründeten Gesellschaft vom Berliner Bildhauer Arnold Haake eine Nachbildung erstellt werden, die 1990 eingeweiht wurde. Die Turgaus gatve (Marktstraße) war Memels erste gepflasterte Straße. Einige schöne Gebäude aus dem 19. Jahrhundert blieben erhalten. Westlich des Theaterplatzes stehen am Dangeufer die Überreste der Memelburg. Eines der ältesten Fachwerkhäuser findet man an der Aukstoji gatve (Hohenstraße) Nr. 3. In derselben Straße können sich Philatelisten in der Alten Post (Nr. 13) einen Sonderstempel auf ihre Briefe drücken lassen.

Kurische Nehrung

Dünen auf der Kurischen Nehrung

Dünen auf der Kurischen Nehrung

Die Kurischen Nehrung lässt sich von beiden Kreuzfahrthäfen aus leicht mit der Fähre erreichen, die ca. jede halbe Stunde mit Ziel Smiltyne (Sandkrug) ablegt. Weitere Informationen zu den Orten auf der Kurischen Nehrung finden Sie auch in deutscher Sprache auf der Webseite von Visit Neringa.

1866 begannen die Preußen am Nordzipfel der Nehrung eine Festung zum Schütze des Memeler Hafens zu errichten. Die Anlage 5 wurde jedoch nie fertig gestellt und geriet bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts in Vergessenheit. Zu diesem Zeitpunkt beschloss die Regierung, hier ein Meeresmuseum und Aquarium einzurichten (1979 eröffnet). Über 100 Arten heimischer Süßwasser- und Ostseefische können in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet werden, außerdem sind tropische Fische, Muscheln und Korallen zu bewundern. Das Museum zeigt auch Schiffsmodelle aus verschiedenen Epochen. In den Außenbecken tummeln sich Seehunde, Seelöwen, Schildkröten, Pinguine und Delphine. Gleich südlich des Aquariums befindet sich das ethnographische Freilichtmuseum, das Einblick in das Leben der kurischen Fischer gewährt. Ein altes Segelschiff unweit davon dient nun als Restaurant.

Thomas-Mann-Haus in Nida

Thomas-Mann-Haus in Nida

Ebenfalls auf der Kurischen Nehrung und von Smiltyne aus mit dem Bus zu erreichen ist Nida. Kein Wunder, dass dieses Städtchen im Herzen der Kurischen Nehrung seit jeher Dichter und Maler und in neuerer Zeit auch Fotografen anzieht! Seine bis zu 60 Meter hohen Dünen sind die höchsten Europas. Im Tal des Schweigens gibt es nur Sand und Himmel, so weit das Auge reicht, und von den hohen Dünen herab blickt man auf eine zauberhafte, friedvolle Landschaft aus weißen Sandbergen und grünen Kieferwäldern. Auf dem Schwiegermutterberg steht das Thomas-Mann-Haus mit seinem typischen Reetdach, verzierten Windbrettern und weißen Fensterläden. Der berühmte Schriftsteller arbeitete hier in den Sommern der Jahre 1930-32 an dem Roman Joseph und seine Brüder. Nun beherbergt die Villa ein Museum und eine Gedenkstätte. Der kleine, halbvergessene Friedhof neben der Dorfkirche lohnt einen Besuch. Für die Haffregion typische, aus Holzbrettern geschnitzte Grabmäler stehen hier wie graue Waldgeister unter hohen alten Bäumen.

Strand auf der Kurischen Nehrung

Strand auf der Kurischen Nehrung

Palanga (Polangen) ist der größte und beliebteste Badeort an der litauischen Küste. Ein weißer, von Küstenwäldern gesäumter Sandstrand erstreckt sich scheinbar endlos in nördlicher und südlicher Richtung und zieht Besucher aus ganz Europa an. Die baumbestandene, verkehrsfreie Altstadt lädt zum Bummeln ein. Der Botanische Garten wurde Ende des 19. Jahrhunderts von einem französischen Landschaftsarchitekten angelegt. Im einstigen Schloss des polnischen Grafen Tiskiewicz mitten im Park befindet sich das berühmte Bernsteinmuseum. Hier erfahren Sie, wie Bernstein gewonnen und verarbeitet wird. Unter den 18 000 Stücken der bemerkenswerten Ausstellung sind kiloschwere Brocken und prähistorische Schmuckstücke zu bewundern.

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