Landausflüge in Riga

Landausflüge in Riga

Schwarzhäupterhaus

Die Hauptstadt Lettlands hat heute ca. 650.000 Einwohner und ist die größte Stadt des Baltikums. Das beliebte Ziel von Ostsee Kreuzfahrten hat im Laufe der Jahre zahlreiche Beinamen erhalten. Man nennt sie zum Beispiel „Paris des Nordens“ oder „Metropole des Bernsteins“. Bei einem Spaziergang durch die Kopfsteinpflastergassen der hanseatisch geprägten Altstadt, bekommt der Besucher eine Ahnung davon, warum Riga einst eine der reichsten Hansestädte war. Der Dom, größtes Sakralbauwerk im Baltikum, mit der einst größten und noch immer einer der klangschönsten Orgeln der Welt, wetteifert mit der Petrikirche. Daneben prahlen barocke Bürgerhäuser mit reichen Verzierungen. Hier finden Sie Tipps für Ihre Landausflüge in Riga. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite von Live Riga. Eine große Auswahl an Landausflügen und Stadtführungen lokaler Landusflugsanbieter finden Sie bei Viator oder Kreuzfahrtausflüge.de.

Hafen und Verkehr

Kreuzfahrtschiffe in Riga

Kreuzfahrtschiffe in Riga

Die meisten Kreuzfahrtschiffe fahren die Düna (lettisch Daugava) hinauf legen zentrumsnah im Fährhafen vor der großen Vanšu-Brücke an. Hier gibt es drei Liegeplätze für Kreuzfahrtschiffe hintereinander mit den Bezeichnungen MK-3, MK-4 und JPS-1. Wenn nötig, steht auch der (eigentlich für Fähren vorgesehene) Anleger mit der Bezeichnung JPS-2 für Kreuzfahrtschiffe zur Verfügung. Die Kreuzfahrtschiffe liegen in einer langen Reihe von der Schrägseilbrücke (Vansu Tilts) bis zur Spitze der kleinen Halbinsel. Im (Fähr-)Terminal gibt es außer Geldautomaten und einem Cafe keine Einrichtungen. Auf dem Bild links sieht man drei Kreuzfahrtschiffe in diesem Teil des Hafens. Es gibt einen weiteren Hafen auf der Insel Krievu Sala (KRS-1) gut zehn Kilometer nördlich der Stadt. Fast schon im Mündungsbereich der Düna. Die Kreuzfahrtschiffe, die hier festmachen, sparen also eine lange Fahrt über den Fluss. Die Urlauber werden mit Shuttlebussen nach Riga gefahren. Infrastruktur gibt es in diesem Hafen nicht. Informationen darüber, welches Kreuzfahrtschiffe wo liegt, gibt es auf der Webseite des Freeport of Riga (rop.lv).

Riga auf einen Blick

Riga auf einen Blick

Zu Fuß

Die Altstadt kann man vom Fährhafen aus gut zu Fuß erreichen. Der schöne Spaziergang führt immer die Uferpromenade entlang. Die Entfernung ist abhängig vom genauen Liegeplatz. Mehr als etwa einen Kilometer läuft man nicht. Landausflüge in Riga kann man gut auf eigene Faust gestalten. Auch in der Altstadt kann man alle Sehenswürdigkeiten gut zu Fuß erreichen. Die Markthallen und das Jugendstilviertel sind ebenfalls in Reichweite.

Hop-on Hop-off Touren

Costa Magica in Riga

Costa Magica in Riga

Es gibt in der Stadt einige Anbieter von Stadtrundfahrten, darunter Riga Sightseeing Tour (riga-tour.lv) oder Riga City Tour (citytour.lv). Wenn Kreuzfahrtschiffe im Hafen liegen, warten eigentlich immer Busse im Bereich des Hafens. Verschiedene Routen stehen zur Auswahl. Auch Bootsfahrten werden angeboten.

Öffentliche Verkehrsmittel

Wer möchte, kann den Weg vom Fährhafen in die Altstadt auch mit der Straßenbahn zurücklegen. Am Rande des Kronwalda Parks, an der Straße Kronvalda Bulvaris, gibt es eine Haltestelle. Die Linien 5,6 und 7 sind richtig. Steigen Sie an der Haltestelle „Nacionala Opera“ in der Altstadt Rigas aus.

Die Rigaer Verkehrsbetriebe (rigassatiksme.lv) haben eine englischsprachige Webseite. Eine Fahrkarte kostet, beim Fahrer erworben, 2 Euro. Günstiger sind so genannte E-Talons, die man an Kiosken kaufen kann.

Taxi

Domkirche Riga

Domkirche Riga

Taxen warten am Fährhafen auf Fahrgäste. Reguläre Taxen erkennt man an einem beleuchteten Schild auf dem Dach und an den gelben Nummerschildern, die immer mit TX oder TE beginnen. Die Fahrer sind verpflichtet, das Taxameter einzuschalten. Der Grundpreis liegt bei 2,15 Euro. Der Kilometerpreis beträgt tagsüber nie mehr als 70 Cent.

Highlights für Ihre Landausflüge in Riga

Die große Mehrheit der Urlauber verbringt den Tag in Riga. Neben der berühmten Altstadt locken die Markthallen und die Jugendstilviertel viele Touristen an. Obwohl die Stadtbefestigungen bereits Mitte des 19. Jahrhunderts beseitigt worden sind, ist der Festungscharakter immer noch erkennbar. Anstelle der Stadtmauer finden Sie heute einen schönen Park. An schönen Tagen ein schöner Platz, um sich etwas von den Besichtigungen zu erholen.

Die Altstadt

Drei Brüder

Drei Brüder

Riga war eine reiche Hansestadt. Die Gildehäuser künden von der Macht und dem Reichtum in dieser Epoche. Das gilt vor allem für die gewaltige Domkathedrale. Die größte Kirche des Baltikums sieht man bereits vom Kreuzfahrtschiff aus. Allein für den Rohbau des 2 Meter dicken Mauerwerks brauchte man im 13. Jahrhundert angeblich 50 Jahre. Die berühmte Walcker Orgel war die größte Orgel der Welt. In der Altstadt stehen die ältesten Wohnhäuser Rigas. Die so genannten „Drei Brüder“ sind ein Wahrzeichen der Stadt. Interessanterweise handelt es sich um drei sehr verschiedene Gebäude, die auch zu völlig unterschiedlichen Zeiten erbaut wurden. Der Legende nach allerdings von drei Männern einer Familie. Anschauen sollte man auch die historische Große und Kleine Gilde und das prachtvolle Haus der Schwarzhäupter. Der Compagnie der Schwarzen Häupter gehörten ausschließlich unverheiratete Kaufleute an. Viele Kreuzfahrer kennen die mächtigen Schwarzhäupter bereits aus Tallinn.

Weihnachtsbaum vor dem Schwarzhäupterhaus

Weihnachtsbaum vor dem Schwarzhäupterhaus

Angeblich verdanken wir den Schwarzhäuptern sogar den Weihnachtsbaum. Diese wollten 1510 eine riesige Tanne in der Stadt verbrennen und mitten im Winter ein Freudenfeuer veranstalten. Aber als sie die wuchtige Tanne – die größte, die sie in den Wäldern vor Riga finden konnten – endlich auf den Rathausplatz geschleppt hatten, bekamen sie angesichts ihres feurigen Vorhabens kalte Füße. Mit dem riesigen Baum hätten sie womöglich die ganze Stadt in Brand gesteckt. Während sich nun drinnen die Bruderschaft ratschlagte, zogen draußen spielende Kinder Wollfäden aus ihren gestrickten Handschuhen, kramten in den Taschen nach Nüssen, Bändern und getrockneten Beeren und begannen damit, den Baum zu schmücken. Als die Herren mit den schwarzen Hüten später die wunderliche Verwandlung sahen, beschlossen sie, die bunt geschmückte Tanne zur Freude aller mitten in der Stadt aufzustellen und noch prächtiger zu behängen. An derselben Stelle, wo vor genau 500 Jahren der erste geschmückte Weihnachtsbaum stand, zählt heute eine Digitaluhr die Tage und Stunden bis Weihnachten herunter, wenn auf dem ganzen Erdball eine Tradition gefeiert wird, die in Riga geboren wurde.

Die Markthalle

Rigaer Zentralmarkt

Rigaer Zentralmarkt

Was macht man mit einer riesigen Halle für Zeppeline, wenn es keine Zeppeline mehr gibt? In der Nähe von Berlin ist ein riesiges Schwimmbad entstanden. Hier wurden vier dieser massiven Hallen zu Markthallen um gebaut.

Die Markthallen liegen direkt hinter dem Bahnhof und lohnen einen Abstecher. Auf über 70.000 Quadratmetern erstrecken sich unzählige Stände mit Fisch, Fleisch, Obst und Gemüse – und die Nase kann die vielfältigen Gerüche kaum verarbeiten. Obgleich die Feinkost-Waren sauber getrennt sind, ist es ratsam, die eigenen Hygieneansprüche ein wenig herunterzuschrauben. Auch wenn sich hartnäckig der Mythos hält, der Zentralmarkt sei der größte Europas, sind die Letten mit Superlativen vorsichtig.

Jugendstil

Jugendstil

Jugendstil in Riga

Die nur circa 10 Gehminuten von der Altstadt entfernte Neustadt mit ihren Jugendstilvierteln ist Teil des Weltkulturerbes der UNESCO. Als der Jugendstil im späten 19. Jahrhundert in Mode kam, war Riga eine sehr reiche Stadt. Man konnte es sich leisten, mit der Mode zu gehen und wollte mit Wien, Prag oder Paris konkurrieren. In der Neustadt wurden während dieser Zeit mehr als 800 Jugendstilhäuser in Auftrag gegeben. Dafür ist Stadt heute berühmt. Viele Gebäude konnten nach dem Zerfall der UDSSR renoviert werden und funkeln wieder in altem Glanz. Freunde der schönen Jugendstil-Architektur kommen hier voll auf Ihre Kosten. Insbesondere die Alberta iela (Albertstraße) gilt als die Jugendstilperle der Stadt. Diese befindet sich in hinter dem Kronvalda Park unweit des Hafens. In der Albertraße 12 ist das Museum “Rigaer Jugendstilzentrum”.

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